
Nudel Know-how
Nudelgeschichte
Nudeln, eines der ältesten Convenience-Produkte
der Welt
Die Geburt der Nudel
Als der „homo sapiens“ anfing, Getreide zu kultivieren, zermahlte er es schon bald zur besseren Bekömmlichkeit zwischen Steinen. Das so gewonnene Getreideschrot wurde mit Wasser zu einem zähen Teig angerührt und als Fladen an der Sonne luftgetrocknet. Als die anschließend in Streifen geschnittenen Teigfladen dann vor dem Verzehr in warme Brühe eingelegt wurden, war dies die Geburtsstunde der Nudelsuppe.
2.000 v. Chr. in Fernost
Das älteste bekannte Nudelrezept stammt aus China, wo Nudeln nachweislich bereits vor 4000 Jahren aus Weizenmehl, Eiern und Wasser zubereitet und als Suppe serviert wurden.
Römer, Griechen und Etrusker – ab 400 v. Chr.
Auch Römer und Griechen fanden bald schon Geschmack an Nudeln. So existieren Grababbildungen der Etrusker aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., die Mehlsack, Nudelbrett, Teigzange, Nudelholz und Teigrädchen zeigen.
Nudeleinzug in Italien
Wahrscheinlich waren es die Griechen, die den glorreichen Einzug der Nudel in Italien unter dem Namen „laganon“ begründet haben. Noch heute heißen die Tagliatelle in manchen süditalienischen Gebieten „laganelle“. Viel später, im 15. Jahrhundert war die Pasta als Vemicelli („kleine Würmer“) und auf Sizilien als Maccheroni bekannt.
Ab 500 n. Chr. Araber
Die Araber waren es schließlich, die damit begannen, frische Nudeln zu trocknen. Die erste Aufzeichnung über gekochte Nudeln lässt sich im Jerusalemer Talmud aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. finden. Das Wort, welches für Nudeln gebraucht wird, ist "Itriyah" – es steht für Nudeln, die nicht selbst gemacht, sondern von einem Händler verkauft wurden. Durch das Trocknen wurden sie haltbar und waren für Karawanen und bei Kriegszügen ein allzeit verfügbares und leicht zuzubereitendes Nahrungsmittel. Auch der arabische Geograph Idrisi schreibt in seinen Aufzeichnungen, dass ein mehlbasiertes, strangförmiges Produkt in der damaligen arabischen Kolonie Palermo hergestellt wurde.
Nudeleinzug in Deutschland – ab 1600
Die großen Handelshäuser machten die Nudeln erst um 1600 in Deutschland bekannt. Damals bekochten Hausfrauen ihre Familien zunächst mit selbstgemachten Eiernudeln. Später übernahmen dann Bäcker die zeitaufwändige Produktion.
Seit 1800: Nudelherstellung in Manufakturen
Mit Beginn des 19. Jahrhunderts gewann auch die Nudelherstellung in Manufakturen an Bedeutung.
Industrielle Nudelherstellung – Ende 19. Jahrhundert:
Erst Ende des 19. Jahrhunderts setzte die industrielle Produktion von Nudeln in Deutschland ein. Im Jahr 1874 legte der Begründer der Birkel-Nudeln, Balthasar Stephan Birkel, den Grundstein für die heute noch existierende Marke.


